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Max Reichpietsch wurde am 24.10.1894 in Berlin-Charlottenburg geboren und am 02.08.1917 in KölnWahn hingerichtet.
Bis zu seinem 14. Lebensjahr besuchte er die Volksschule. Einen Beruf erlernen konnte er nicht erlernen, da er für den Familienunterhalt
mit sorgen musste. Er fand eine Arbeit bei der städtischen Müllabfuhr in Berlin.
Er war Mitglied in der kaiserlichen Wehrorganisation "Deutsche Jugendwehr".
Mit 18 Jahren wurde er Freiwilliger der kaiserlichen Kriegsmarine. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges war er Signalgast auf dem
Flaggschiff "SMS Friedrich der Große".
Reichpietsch war ein pflichtbewusster, disziplinierter Matrose.
Erste innere Erschütterungen traten unter dem Einfluss der vielen Opfer des Krieges – auch in der Marine – auf.
Zum endgültigen Bruch kam es jedoch erst auf Grund einer brutalen Behandlung durch einen Unteroffizier. Immer mehr erkannte er den
Hochmut und die Menschenverachtung seiner Vorgesetzten.
Nach diesem Vorfall fand Max Reichpietsch Anschluss an eine Gruppe revolutionärer Sozialdemokraten. Begeistert wurde von ihm die
Nachricht von der Februarrevolution in Rußland aufgenommen. Er wurde einer der eifrigsten Verfechter des russischen Weges.
1917 wurde von seinen Kameraden beauftragt während eines Heimaturlaubs im Juni 1917, Verbindung zur Zentrale der USPD aufzunehmen. Dort
berichtete er über den Zustand in der Flotte.
Ende Juli wurde eine Flottenzentrale revolutionärer Matrosen gebildet. Dieser gehörte auch Reichpietsch an. Die revolutionäre Bewegung
breitete sich aus. Ihr Ziel war es, dem Krieg mit Gewalt ein Ende zu machen. Am 02.08.1917 erreichte die Bewegung ihren Höhepunkt als es zu einer Massenkundgebung der Matrosen kam.
Die Führer der revolutionären Matrosen, unter ihnen Max Reichpietsch, wurden verhaftet und vor Gericht gestellt.
Am 28.08.1917 wurde Max Reichpietsch zum Tode verurteilt
Das Urteil wurde am 05.09.1917 (aus Angst vor Unruhen) in Köln-Wahn vollstreckt. Mit ihm starb sein Mitkämpfer Albin Köbis..
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